Moselsteig Etappe 13

Moselsteig Etappe 13 Traben-Trarbach bis Reil

Tiefe Einblicke und weite Ausblicke

Gleich nach dem Start in Traben-Trarbach begeistert der Moselsteig mit ungewöhnlich reizvollen Perspektiven: Über steile Serpentinen führt der Weg direkt zur romantischen Ruine der Grevenburg und gibt dort noch einmal den Blick auf die traditionsreiche Jugendstil-Stadt frei. Nach einigen weiteren Höhenmetern darf sich der Wanderer dann erneut auf Aussichtspunkte und unvergessliche Ausblicke auf das Moseltal freuen. Unverfälschte Moselromantik zeigt anschließend der Weinort Enkirch mit seinen vielen Fachwerkhäusern. Von dort aus geht es moselabwärts durch Weinberge nach Reil, wo in urigen Kellern und alten Weingärten der Tag entspannt ausklingen kann.


Anfahrtbeschreibung

Startpunkt: Traben-Trarbach: Stadtteil Traben, Kreuzung Poststraße/Am Bahnhof
Zielpunkt der Tour: Reil: Bahnhof in der Kaiserstraße

Wegbeschreibung Etappe 13 Traben-Trarbach bis Reil

Die Etappe beginnt in Traben in der Poststraße. Falls Sie mit dem Zug anreisen, gelangen Sie über den markierten Zuweg hierher. Zunächst geht es über die Brücke auf die andere Moselseite. Hier auf der Hunsrückseite liegt der Stadtteil Trarbach. Ein Zuweg führt ab der Brückenschänke zum großen Parkplatz an der Mosel. Einem Serpentinenpfad folgend, erklimmen Sie nun den steilen Waldhang. Nach unzähligen Kehren erreichen Sie die Ruine der Grevenburg, die im Sommer auch bewirtschaftet ist. Von hier fällt der Blick zum ersten Mal auf die im Tal liegende Doppelstadt. Nach einem Abschnitt auf der Burgzufahrt folgt der Weg einem steilen, schmalen Schiefer-Pfad. Die Aussicht an der „Himmelspforte“ lohnt einen kurzen Stopp oder auch eine längere Rast, die Bank hier lädt zum Verweilen ein. Der Anstieg ist noch nicht ganz geschafft, aber die Steigung auf dem Waldweg bis zur Bismarckhöhe ist im Vergleich zur bisher bewältigten ein Kinderspiel. Auf der Höhe lädt die Aussicht zu einer längeren Pause ein: Sie überblicken die gesamte Traben-Trarbacher Flussschleife und in der Mitte der Schlinge das Plateau mit den Ruinen der Festung Mont Royal und dem kleinen Flugplatzgelände.

Vom Aussichtspunkt führt der Moselsteig dann über einen Pfad durch den Wald. Nach einigen Treppenstufen ist der vorerst tiefste Punkt erreicht. Wenig später steigt der Weg wieder auf einem Pfad an. Der Hang wird steiler und der schmale Pfad schmiegt sich eng an ihn. Sie wandern nun auf einem traumhaften Abschnitt durch den von niederen Eichen dominierten Wald. Ein kurzer Stich führt zum Aussichtspunkt Auf'm Rech, der mit Schutzhütte, Rastplatz und einem faszinierenden Blick in die Mosellandschaft aufwartet. Der Moselsteig führt noch etwas weiter auf dem Pfad durch den Hang und erreicht den ehemaligen Schulturnplatz von Starkenburg. Hier sollten Sie unbedingt einen Moment lang die Aussicht genießen! Über Treppenstufen geht es auf die Hauptstraße des kleinen Ortes, der wie ein Adlernest auf dem Bergrücken zwischen Mosel- und Ahringsbachtal liegt. Der Weg wechselt die Bergseite und führt durch den Hang, der zum Ahringsbach sehr steil abfällt.

Nach einer Straßenquerung ist bald wieder der Bergkamm erreicht. Der Moselsteig wechselt erneut in den zur Mosel gerichteten Hang, und jetzt beginnt ein Weg, der mit schroffen Schieferfelsen und tollen Blicken zur Mosel hin beeindruckt: Die nächsten 1,5 km folgt der Moselsteig ganz dicht dem Bergrücken, der teils als schmaler, freier Felsgrat parallel zum Moseltal führt – ein Pfad mit felsigem Untergrund, Hin und Her, Auf und Ab und wechselnden Ausblicken, ein wirklich traumhafter Abschnitt! Mehrere Hütten und Bänke stehen gut verteilt am Weg. Der Kirster Grat endet dann am Rastplatz Rottenblick, von dem Sie schon gut das nächste Zwischenziel Enkirch sehen.

Abwärts bis hinein nach Enkirch verläuft nun der Weg. Nach einem kurzen Stück durch die engen Gassen erreichen Sie einen Pfad, der Sie weiter abwärts vom Ober- ins Unterdorf bringt. Unten angekommen, queren Sie auf einem Steg den Großbach. Am Brunnenplatz ist die Ortsmitte von Enkirch erreicht. Durch eine Seitenstraße gelangen Sie wieder an den Ortsrand. Und nachdem ein kleines Seitental gequert ist, führt der Weg durch Weinberge. Zwischen den Rebzeilen geht es zunächst steil bergauf, bevor ein hangparalleler Weg den Wald erreicht. Der Weg bleibt jetzt ungefähr auf einer Höhe. Über eine Zuwegschleife können Sie der Weinbaugemeinde Burg einen Besuch abstatten. Durch die Weinberge gelangen Sie zu einer Kapelle. Hier stößt der Moselsteig auf einen Weinlehrpfad, dem Sie bis zur nächsten Rastmöglichkeit folgen. Auch von hier führt ein Zuweg nach Burg. Der Weg verläuft jetzt überwiegend durch die Brachflächen ehemaliger Weinberge, was dem Wandererlebnis aber keinen Abbruch tut, denn so ist die Aussicht ins Moseltal umso besser! Der „gemütliche“ Abschnitt auf dem Wiesenweg endet an einer Querung relativ plötzlich. Auf einem Pfad durchquert der Moselsteig eine Brachfläche und erreicht einen tiefer gelegenen Hangweg. Noch ein kurzes Stück auf diesem Weinbergsweg mit schöner Aussicht auf das Etappenziel Reil, dann wartet der steile Abstieg auf Sie. (An dieser Stelle zweigt auch ein Zuweg nach Pünderich ab.) Schnell ist über den steilen Weinbergsweg die Reiler Brücke erreicht, über die Sie heute zum zweiten Mal auf dieser Tagesetappe die Moselseite wechseln. Entlang der Kaiserstraße kommen Sie zum Bahnhof, dem Endpunkt der Etappe.


Kurzfakten

Länge: 15,2 km
Dauer: 4:37 Stunden
Schwierigkeit: mittel