Der Seitensprung Moseltalschanzen

Der Moselsteig Seitensprung Moseltalschanzen verbindet die beiden Städte Traben-Trarbach und Bernkastel-Kues sowie vielfältige Natur- und Kulturhighlights.

Traumhafte Aussichten, naturnahe Wege, Seitentäler der Mosel, die Jugendstilstadt Traben-Trarbach, die Fachwerkkulisse in Bernkastel-Kues und die namensgebenden "Graacher Schanzen" erwarten Sie auf dieser Tour.

Der Seitensprung Moseltalschanzen zeigt auf 17 km die ganze Vielfalt der Mosellandschaft und verbindet dabei die Städte Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach. Es beginnt mit dem tief in den Schiefer eingeschnittenen Kautenbachtal, auf dessen abwechslungsreichen Wegen man den anstrengenden Aufstieg auf die Höhe kurzweilig meistert. Die Wege auf der Höhe bieten Gelegenheit durchzuatmen. Entlang der Hangkante sind die Aussichten ins Moseltal spektakulär und die Rastmöglichkeiten für eine Zwischenpause zahlreich vorhanden. Die Graacher Schanzen bieten die Möglichkeit sich einen Teil der Geschichte der Region zu erwandern. Der Rückweg bergab nach Traben-Trarbach zeigt die Vielfalt eines Mosel-Seitentals: Wald, Wiesen, Obst und natürlich Weinberge.

Autorentipp

Der Moselsteig Seitensprung Moseltalschanzen verbindet die Städte Traben-Trarbach und Bernkastel-Kues. Der Einstieg ist in beiden Orten möglich. Wer nicht die gesamte Runde wandern möchte (einfache Strecke rund 8 km), kann in Bernkastel-Kues oder Traben-Trarbach mit dem Schiff oder Bus zurück zum jeweiligen Ausgangspunkt fahren.

Nach der Wanderung sollte man in der Gastronomie oder bei einem Winzer in Bernkastel-Kues oder Traben-Trarbach einkehren. Zum Entspannen ist die in Traben-Trarbach bestens geeignet.

Unterwegs ist die Einkehrmöglichkeit "Waldschenke mt Herz" (ehemals "Zur eisernen Weinkarte") einen Abstecher wert. (Thomas Kalff, Mosellandtouristik)

 


Anfahrtbeschreibung

Start- und Zielpunkt: Traben-Trarbach, Stadtteil Trarbach und Bernkastel-Kues: B 53 zwischen Zell (Mosel) und Bernkastel-Kues

Wegbeschreibung Moseltalschanzen

Vom Parkplatz am Moselufer startet der Seitensprung durch die Unterführung der B 53 in den Stadtteil Trarbach. Entlang der Moselstraße geht es vorbei am Mittelmosel-Museum und am Rathaus in Richtung evangelische Kirche. Am Rathaus biegt der Weg in die Kirchgasse ab. Über eine steile Treppe erreicht man den Vorplatz der Kirche, der einen schönen Überblick über den am rechten Moselufer gelegenen Stadtteil der Doppelstadt erlaubt.

Der Weg wird durch einen Mauerbogen durch den Rest der Stadtbefestigung fortgesetzt. Ein steiler, gepflasterter Weg führt am Friedhof vorbei in die Weinberge. Etwas weniger steil geht es weiter auf dem Hangweg in das Tal des Kautenbachs, das von vielen ehemaligen Rebflächen geprägt ist. Bevor es in Kehren bergab geht, sollte man einen Blick über die Hangkante werfen. Hier hat man eine gute Aussicht vom Ungsberg auf die Moseltherme, wo auch im Winter schwimmen im Thermalwasser unter freiem Himmel möglich ist. Der Blick talaufwärts fängt sich an der Felsformation Bischofsmütze, die das nächste Zwischenziel des Moselsteig-Seitensprungs ist.

Über alte Weinbergspfade zwischen Reben und Schiefermauern geht es nun steil bergab ins Kautenbachtal. Nach der Straßenquerung erreicht der Weg bergauf den Eingangsbereich des Thermalbads. Der nächste Wegeabschnitt führt auf dem Elfenweg in die Trarbacher Schweiz, eine von 8 Schweizen an der Mosel. Die Wege und Pfade schlängeln sich im steten Auf und Ab den felsendurchsetzen Hang entlang. Nach einem Seitental mit der Roten Quelle führt der Pfad bergab bis kurz vor Wildstein. Über einen kurzen Zuweg ist hier die Rast in einem Gasthaus möglich (Öffnungszeiten beachten!).  Jetzt beginnt der teils steile Aufstieg zur Bischofsmütze. Die Mühe wird durch die traumhaften Pfade entschädigt, die mit Moospolstern eingefasst sind.

Die Felsformation der Bischofsmütze ist aus Quarz aufgebaut und bietet einen schönen Blick ins Kautenbachtal. Ein schöner Platz für eine Rast. Der Anstieg ist noch nicht ganz bewältigt, denn es geht weiter aufwärts zur Schutzhütte am alten Sportplatz Wildstein. Die folgenden Forstwege erlauben beim Aufstieg einen weiten Blick über das Kautenbachtal hinweg in den Hunsrück. Am Waldrand wird der Blick Richtung Süden zum Ort Longkamp auf der Hochfläche frei. Im Hochwald steigt der Weg nur noch leicht an, bis die Trasse der B 50 neu erreicht ist. Nach Unterquerung der Straße verläuft der Seitensprung ein Stück entlang der Trasse. Zusammen mit dem Seitensprung Bärensteig taucht der Weg in den Wald ein und führt steil bergab ins Kallenfelstal. Dort endet der Abstieg an einer Brücke über den Bach, wo der Seitensprung auf den Moselsteig trifft.  Von hier aus ist über den Moselsteig der Abstieg nach Bernkastel-Kues möglich. Dem Seitensprung  und Moselsteig weiter folgend wird steil bergauf durch den von Eichen geprägten Hang das nächste Ziel, Maria Zill, angesteuert. Bis zum Abzweig Horstenkreuz wird es nochmals steil. Jetzt ist es nicht mehr weit bergauf. Der Aussichtspunkt Maria Zill entschädigt für die Aufstiegsmühen. Ein tolles Panorama von Bernkastel über Wehlen bis nach Zeltingen-Rachtig und Kloster Machern.

Rast kann man auch 200 Meter weiter an der Schutzhütte Maria Zill machen, Die Hangkante hier bietet ebenfalls eine grandiose Panoramaaussicht.

Seitensprung und Moselsteig führen über einen Pfad bergab in den Kaisergarten. Über Trittsteine überquert man einen feuchten Talgrund und erreicht den Wanderparkplatz an der Graacher Schäferei, der auch als Einstiegspunkt in den Seitensprung genutzt werden kann. Seitensprung und Moselsteig trennen sich hier.

Der Aufstieg zu den Graacher Schanzen führt ein Stück über die Fahrstraße zum Aussichtspunkt Traver Kupp. Die Aussicht steht der von Maria Zill in nichts nach. Der anschließende Pfad führt steil bergauf durch den Wald. Über eine Grünbrücke wird wieder die B50 neu gekreuzt. Die Graacher Schanzen, Namensgeber des Wegs, sind erreicht. Diese Verteidigungsanlage wurde Ende des 18. Jh. errichtet. Hier verschanzte sich die preußische Armee gegenüber französischen Revolutionsheeren. Das System aus Gräben und Wällen ist heute noch gut erkennbar. Der Pfad führt meist über einen Wall. Dies ist mit 434 m der Höhepunkt des Moselsteig-Seitensprungs.

Am Waldrand kann man mit tollem Fernblick über das Moseltal bis weit in die Eifel eine Rast einlegen. Über Wiesen beginnt der Abstieg Richtung Traben-Trarbach. Weiter im Wald geht es über einen felsigen Rücken bergab bis ein Fahrweg erreicht ist. Der Seitensprung quert das Camper Bächelchen. Stetig bergab führt der Weg in die Weinberge. Die steilen Rebzeilen gehören zur Weinlage Trarbacher Hühnerberg, die schon um die Jahrhunderwende vom 19. zum 20. Jahrhundert bekannt war. Die Steillage ist theaterförmig nach Südosten ausgerichtet und somit einer hohen Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Noch weiter unten erreicht man die Weinlage „Taubenhaus“ mit schönem Rastplatz.

Den Abschluss des Moselsteig-Seitensprungs bildet ein schmaler Kopfsteinpflasterweg, der auf die Straße „Wolfer Weg“ mündet. Der Startpunkt am Moselufer ist jetzt nur noch ein paar Schritte entfernt.